2018 war für mich (wenn ich mich richtig erinnere) eigentlich das Jahr von God of War und Spider Man. Red Dead Redemption 2 wirkte dagegen fast altmodisch. Aber wow, ja, ich hab damals echt zu lange gewartet. Cowboys, langsames Gameplay, ewiges Reiten durch die Prärie… klang für mich eher nach Müdigkeit als nach Spaß. Heute lach ich über diese Einschätzung ein bissl.
Denn kaum hatte ich das Spiel gestartet, war sofort dieses seltsame Gefühl da. Diese Ruhe. Diese Schwere. Fast jeder moderne Open World Titel schreit euch permanent an. Marker hier, Loot dort, irgendein NPC der wieder was von euch will. RDR2 macht genau das Gegenteil und vertraut darauf, dass ihr einfach schaut. Dass ihr euch verliert.
Und genau das hab ich getan. Mein vierter Durchgang war wahrscheinlich sogar der intensivste. Ich bin oft einfach nur durch die Wälder geritten, hab Tieren zugeschaut oder irgendwo in Valentine Kaffee getrunken. Klingt komplett bescheuert, ich weiß. Aber diese Welt fühlt sich bis heute echter an als vieles, das danach gekommen ist. Auf jeden Fall echter.
Aber ja, vielleicht ist genau das das Problem. Seit Red Dead Redemption 2 bin ich bei vielen neuen Games viel kritischer geworden. Leider. Was meint ihr, hat euch ein Spiel auch mal komplett die Erwartungen zerstört?
P.S: Hier gibt’s ein tolles Video zum Thema RDR2, was meine Gednaken auch perfelt aufn Punkt bringt.