Was will ich eigentlich von einem Film. Denke, die Frage stellen sich einige. Nicht alle, z.b. nicht Martin 😛 Der schaut sich alles an, was ihm der Algo vorschlägt. Aber für mich persönlich. Unterhaltung? Tiefgang? Oder vielleicht beides? Mit „Back in Action“ wollte ich vor allem eines: herausfinden, ob Cameron Diaz nach elf Jahren Pause noch denselben Charme auf den Bildschirm bringt. Spoiler: Sie tut es.

Es war eine kleine Freude, sie wieder in Aktion zu sehen, zusammen mit Jamie Foxx, dessen präsente Art jeder Szene eine gewisse Dynamik verleiht. Doch so gelungen ihre Chemie auch ist, der Film selbst bleibt… na ja, ein wenig blass. Die Handlung? Kaum überraschend. Geheimagenten, ein Leben im Ruhestand, plötzlich Cyberterroristen und die unvermeidliche Familienproblematik. Alles recht formelhaft.

Und doch gibt es Momente, die in Erinnerung bleiben. Eine wilde Geburtstagsparty, die skurrilen MI6-Klischees, oder die Art, wie Diaz mit ihrer Helikopter-Mutter-Rolle spielt. Man spürt, dass die Schauspieler Spaß hatten, was den Film fast rettet.

Aber: Die Action? Zu oft zerschnitten. Die Effekte? Manchmal wirklich schwer zu übersehen, wie groß das Budget offenbar nicht war. Als Komödie funktioniert der Film besser, weil er mit Leichtigkeit und Humor punkten kann. Als Actionfilm bleibt er jedoch schwach.

Was mir bleibt, ist eine gewisse Wehmut. Nicht über den Film selbst, sondern darüber, wie Filme wie „Back in Action“ oft nur als Content gesehen werden. Verdient hat er mehr. Diaz verdient mehr. Und wir, das Publikum, verdienen es vielleicht auch, Filme zu sehen, die uns überraschend erreichen.